Oft gefragt

Liebe Leserin, lieber Leser,
wir haben versucht diese Informationen ausführlich und leicht verständlich zu gestalten. Dennoch bitten wir Sie, uns umgehend zu benachrichtigen, falls Fragen auftauchen oder Sachverhalte missverständlich oder fehlerhaft dargestellt wurden. Wir sind alle Menschen und leider nicht immer perfekt. Vielen Dank.

Um Ihnen die Suche zu erleichtern, haben wir die Fragen in 2 Bereiche unterteilt:

Allgemeine Fragen

Wie erkenne ich, dass ich einen Hörverlust habe?

– Haben Sie Ihren Fernseher oder das Radio oft sehr laut eingestellt oder wurden Sie von Freunden oder Nachbarn schon auf die Lautstärke angesprochen?
– Verstehen Sie in Gesellschaft oft nicht was gesagt wurde?
– Bekommen Sie nicht immer mit wenn Sie angesprochen werden?
– Denken Sie, dass alle Gesprächspartner den Mund nicht richtig aufmachen und „nuscheln“?
– Können Sie nicht einordnen aus welcher Richtung Geräusche oder Sprache kommen?

Felix Schmelzer: Wenn Sie mindestens eine der Fragen mit einem eindeutigem JA beantworten, dann raten wir Ihnen einen Hörtest zu machen, um herauszufinden ob bei Ihnen ein Hörverlust besteht.

Ich habe mir sagen lassen, dass der Hörnerv unter einem Hörverlust leiden kann, stimmt das?

Felix Schmelzer: Ja das stimmt. Der Hörnerv muss ständig und dauerhaft stimuliert werden, da er sonst „verkümmert“ oder schlimmstenfalls „abstirbt“. Diese wichtige Information wird leider zu selten vom HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker an die Betroffenen weitergegeben. Würden die Betroffenen wissen, dass der Hörnerv ohne Hörgeräte-Versorgung (über die Zeit) irreparabel geschädigt wird, wäre die Akzeptanz der Betroffenen Hörsystemen zu benötigen höher.

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Schwerhörigkeit, eine Frage des Alters?

Felix Schmelzer: Auch! Schwerhörigkeit kann viele Ursachen haben und somit auch in jedem Alter auftreten. Jeder Dritte über 60 Jahre und jeder Zweite über 70 Jahre benötigt schätzungsweise ein Hörgerät. Es gibt zum Beispiel auch eine angeborene Schwerhörigkeit. Durch eine ständige Lärmbelästigung im Beruf, laute Hobbys, laute Musik oder Krankheit, kann sich ebenfalls eine Schwerhörigkeit einstellen. Nicht zuletzt kann aber auch eine ganz normale Altersschwerhörigkeit einsetzen. Diese kommt meist „schleichend“ und wird von den Betroffenen erst gar nicht richtig wahrgenommen. Erst nachdem es oft schon zu spät ist, wird die Schwerhörigkeit bemerkt. Die Betroffenen denken häufig, dass Sie noch sehr gut hören können, nur ab und zu mal etwas nicht verstehen.

Auch hier ist unser Rat; das Gehör einmal überprüfen zu lassen.

An wen soll ich mich bei Hörproblemen wenden? Woher bekomme ich Hörgeräte?

Felix Schmelzer: Der HNO-Arzt und der Hörgeräteakustiker kontrollieren und überprüfen die Funktionsfähigkeit des Hörorgans. Es gibt zwei Wege der Hörgeräteversorgung. Die verkürzte Versorgung und die „normale“ Versorgung über einen Hörgeräteakustiker. Die verkürzte Versorgung findet über den HNO-Arzt statt. Diese Symbiose wurde seit Anfang des Jahres (2010) durch ein Gesetz erschwert. Die Beteiligung von Ärzten an der Hilfsmittelversorgung ist nach §128 SGB V verboten. Bei einer Versorgung über einen Hörgeräteakustiker können Sie unter anderem mehrere Hörsysteme „auf Herz und Nieren“ testen und das für Sie bestgeeignete Hörgerät auswählen. Hörsysteme zum Probetragen sind in der Regel kostenlos und unverbindlich. Ihr Vorteil ist, dass keinerlei Verpflichtung zum Kauf besteht. Durchaus gibt es Hörgeräteakustiker die sehr flexibel sind und Hausbesuche ohne Aufpreis anbieten. Hinzu kommt, dass ein Wechsel des Akustikers jederzeit, aus egal welchen Beweggründen, möglich ist. Zubehör- oder Ersatzteile können bestellt werden, auch Einstellungen können von jedem Hörgeräteakustiker verändert und Service übernommen werden.

Wir begleiten Sie auf dem Weg zum passenden Hörsystem. Die Entscheidungen treffen Sie.

Ich habe gehört, dass Hörprobleme von alleine verschwinden!?

Felix Schmelzer: Es kommt darauf an, was Sie unter Hörproblemen