Gütesiegel: Geprüft durch Die Endverbraucher
Das Ohr 2017-06-06T13:16:24+00:00

Das OHR – Hören, Verstehen, Leben!

Fünf Sinne hat der Mensch. Mit den Augen sehen wir, mit der Nase riechen wir, mit dem Mund schmecken wir, die Haut lässt uns fühlen und ertasten und mit den Ohren hören wir. Je älter der Mensch wird, desto mehr lassen diese Sinnesorgane in ihrer Leistung nach. Am augenscheinlichsten wird uns dieses bei den Augen, wir sehen schlechter! Hier ist leicht Abhilfe geschafft, wir kaufen uns eine Brille und sehen wieder. Und vor allem, wir sehen den Unterschied sofort! Beim Hören ist es anders. Der Hörverlust kommt meist schleichend über viele Jahre oder Jahrzehnte. Wir selber merken gar nicht, dass sich was verändert. Die anderen „nuscheln“, reden also undeutlich. Die vom Fernsehen sprechen auch nicht mehr klar, da ist wohl die Vertonung schlecht… Und überhaupt, warum ist die Hintergrundmusik beim Tatort lauter als die Sprache? So richtig bewusst wird es den meisten Betroffenen erst wenn sie in der Gesellschaft zu oft nachfragen, weil die Hintergrundgeräusche zu laut sind. So häufig kommt das ja aber auch nicht vor und überhaupt, jetzt schon so ein unbequemes Hörgerät?

Ich bin doch noch so jung…ich warte bis es gar nicht mehr ohne geht! Und genau hier liegt das Problem! Das Hören ist viel komplexer als die meisten Menschen denken. Mit einfach mehr Lautstärke ist es leider nicht getan. Kommen die Betroffenen zu spät zum Hörgeräteakustiker, also wenn die Kinder schon mehrfach darauf hingewiesen haben, dass der Fernseher viel zu laut ist, oder man die Rufe des Partners aus dem Nebenzimmer einfach nicht mehr wahrnimmt, dann kann nur noch das an Hörfähigkeit wieder möglich gemacht werden, was der Körper hergibt. Die Hörfähigkeit besteht vereinfacht gesagt aus drei  entscheidenden Elementen. Dem Hörorgan, das die akustischen Reize aufnimmt, die Hörnerven, die die Reize an das Gehirn weiterleiten und dem Gehirn, welches die Signale verarbeitet und uns das Gehörte bewusst werden lässt. Die typische Altersschwerhörigkeit entsteht durch das altersbedingte Absterben der Haarsinneszellen im Hörorgan. Fast immer beginnt die Schwerhörigkeit bei den hohen Tönen, also bei hellen, schrillen, piepsigen. Die hohen Töne sind besonders wichtig für das Sprachverstehen, also für die Deutlichkeit. Die tiefen Töne werden gleichzeitig meist noch besser gehört und geben den Betroffenen das Gefühl, sie hören ja noch alles.

Wie funktioniert das menschliche Ohr

Unser Ohr (das Gehör) ist eines der komplexesten Organe des menschlichen Körpers. Wir versuchen Ihnen dieses hier in Kürze und stark vereinfacht zu erklären.

Geräusche wie auch Sprache müssen sich als erstes einen Weg durch den Gehörgang bahnen. Jetzt treffen sie auf das Trommelfell, quasi der menschlichen Mikrofonmembran. Die Schwingungen, die auf dem Trommelfell erzeugt werden, werden nun über die Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss & Steigbügel) mechanisch an das eigentliche Hörorgan weitergeben. Das Hörorgan besteht aus zwei Bestandteilen; dem eigentlichen Hörorgan, der Schnecke, und dem Gleichgewichtsorgan.

Der Steigbügel pumpt nun wie ein Morsegerät die Schallwellen in die Hörschnecke. Dort wird nun eine so genannte Wanderwelle ausgelöst. Dazu sollte man wissen, dass am Boden der Schnecke das Cortiorgan mit seinen Haarsinneszellen liegt. Diese Haarsinneszellen sind die Rezeptoren die den Schalldruck in einen elektrischen (Nerven- ) Impuls umwandeln.

Warum man Hörgeräte immer tragen sollte

Um Hörsysteme optimal nutzen zu können ist es unerlässlich, sie durchgängig, also von morgens bis abends, zu tragen. Das Gehirn hat sich an die schleichend entstandene Hörverschlechterung gewöhnt und empfindet diese als normal. Durch die neuen Hörhilfen wird das Gehirn nun mit neuen, nicht mehr gekannten, Reizen überflutet. Dieses führt gerade am Anfang zu einer Reizübeflutung, quasi eine Art Muskelkater des Hörens. Überwindet man diese Phase und trägt seine Hörsysteme durchgängig, so gewöhnt man sich binnen weniger Wochen wieder an das neugewonnene Hören. Der Hörnerv wird stabilisiert und das Gehirn trainiert und fit gehalten.

Neueste Studien belegen außerdem, dass schlechtes Hören einer der Hauptursachen für die Altersdemenz ist. Das tragen von Hörsysteme beugt bei rechtzeitigem Einsatz dieser Entwicklung präventiv vor.

Also Hörsysteme machen nich alt, im Gegenteil, sie halten uns Jung!